Gewinner GENERATION-D 2017

Liebes Effishent-Team, stellt euch doch einmal kurz vor – was genau macht ihr?

Bei Effishent haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Mangelernährung weltweit zu beenden. Hierfür verwenden wir die innovative Aquaponik-Technologie. Diese verbindet Gemüse- und Fischzucht und einem synergetischen Kreis. Im globalen Norden ist Aquaponik jedoch nur in high-tech Form am Markt verfügbar und demnach nicht in Entwicklungsländern verfügbar. Diese Challenge konnten wir meistern und haben eine eigene low-tech Lösung entwickelt. Wir können nun Aquaponik in nahezu jedem Land und an jedem Ort betreiben und so den Einheimischen ermöglichen, ihr eigenes Aquaponik-Business aufzubauen und ihre Community mit reichlich Nährstoffen zu versorgen.

Seit wann gibt es Effishent bereits und wie seid ihr auf die Idee gekommen, zu gründen?

Effishent gibt es bereits seit Anfang des Jahres 2016. Seitdem arbeiten wir an der Technologie und an unserem System, so wie an der Expansion, als daran, Fisch und Gemüse für so viele Menschen wie möglich zugänglich zu machen.

Nachdem die ersten Piloten gestartet sind, haben wir das große Potential des Projektes erkannt. In 2018 werden wir den Grünungsprozess abschließen können.

Wie hat euch die Teilnahme bei GENERATION-D geholfen, euer Ziel zu erreichen?

Die Teilnahme bei Generation-D hat uns neben dem Preisgeld, mit welchem wir ein weiteres System aufbauen konnten, vor allem auch viele Kontakte und Netzwerkmöglichkeiten beschert. Mit den Kontakten, die wir knüpfen konnten, haben wir bis heute Kontakt. So zum Beispiel konnten wir durch einen dieser Kontakte bei „Rotary Grünwald“ einen Vortrag über Effishent halten.

Was hat sich seit eurer Teilnahme bei GENERATION-D getan, also wie ging es danach für euch weiter?

Seit dem Wettbewerb haben wir vor allem an der Strategie gearbeitet, wie wir das Projekt am besten skalieren wollen. Über den Sommer haben wir nicht nur mit mehreren Partnern verschiedene Ansätze überlegt, sondern auch aktiv Kapitalakquise betrieben. Dabei waren wir erfolgreich genug, die nächsten Systeme in Togo und Indonesien zu finanzieren. Letzteres wird in dieser Sekunde implementiert, das System in Togo startet auch noch in diesem Frühjahr.

Was sind eure Visionen für die Zukunft, wo soll es hingehen?

Unsere Vision, Mangelernährung zu bekämpfen, ist uns über die Zeit nie verloren gegangen. Das System wird noch weiter verbessert werden, vor allen Dingen hinsichtlich Kosteneffizienz und Produktivität.

Im „Big Picture“ sehen wir zurzeit eine Aquaponik-Akademie, die wir in Togo und Indonesien implementieren wollen. Hierfür würde ein großes Anfangsinvestment benötigt. Mit der Akadamie-Lösung könnten, anstatt mittels unseres bisher angewandten „Train-the-trainer“-Konzepts, auf einmal mehrere Dutzend Leute geschult werden und dementsprechend auch mehrere hundert bis tausend Menschen mit Nährstoffen versorgt werden.

Danke für das Interview und im Namen des gesamten GENERATION-D Teams weiterhin viel Erfolg!

( Interviewzeitpunkt Januar 2018 )