Gewinner GENERATION-D 2014

„Luftverschmutzung ist das größte vom Mensch gemachte Gesundheitsrisiko und für jeden siebten Tod weltweit verantwortlich. Gegen dieses gewaltige Problem haben wir uns zu Green City Solutions vereint und können innovative und profitable Luftreinhaltung anbieten. Unser erstes Produkt, der CityTree, ist eine flächige Vertikalbegrünung mit multifunktionaler Marketingwirkung und innovativer Sensor – und Fernwartetechnik. Damit verbinden wir ökologischen Einfluss mit ökonomischem Anreiz.“

Liebes Green City Solutions Team, stellt Euch doch kurz einmal vor – was genau macht Ihr?

Green City Solutions‘ Lösung für das globale Problem der Luftverschmutzung basiert auf einer Verknüpfung aktuellster Internet-der-Dinge-Technologie (IoT) mit der natürlichen Fähigkeit spezieller Moos-Kulturen, Feinstaub, Stickoxide und dadurch große Mengen an CO2-Äquivalenten aus der Luft zu filtern.  Ein CityTree verfügt über die Umweltleistung von 275 herkömmlich gepflanzten urbanen Bäumen – benötigt hierfür allerdings 99% weniger Platz. Aufgrund der IoT-Technologie, der Verwendung von Solarenergie und einem integrierten Wassertank werden nur wenige Stunden Wartungszeit pro Jahr benötigt. Die eigens entwickelte Technologie erfasst Daten zu den klimatischen Bedingungen, welche mit den Werten zur Luftqualität der Städte erweitert werden können. Auf der Grünfläche können darüber hinaus analoge Informationen in Form von Schriftzügen und Bildern dargestellt und durch die Implementierung eines QR-Codes, von iBeacon, NFC oder Screens auch digitale Daten übertragen werden.

Seit wann gibt es Green City Solutions bereits und wie seid Ihr auf die Idee gekommen, zu gründen?

Gegründet wurde Green City Solutions von einem Expertenteam aus Architektur, Maschinenbau, Informatik und Gartenbau bzw. Biologie: Victor Splittgerber, Zhengliang Wu, Peter Sänger und Dénes Honus. Die Gründer verband schon vor der Gründung des Biotech und IoT Start-ups eine lange Freundschaft, die nun mehr als 15 Jahre andauert. Die Idee vom späteren „CityTree“ entstand auf gemeinsamen Reisen in Asien und Südeuropa im Sommer. Die Verknüpfung von Biotechnologie, IoT, Maschinenbau und zukunftsweisender Stadtgestaltung ist so quasi bereits im Gründerteam und somit auch ganz direkt im Produkt verankert und garantiert bis heute die Einzigartigkeit am Markt.

Wie hat Euch die Teilnahme bei GENERATION-D geholfen, Euer Ziel zu erreichen?

Preise und Auszeichnungen wie der Sieg des GENERATION-D Wettbewerbes helfen, Vertrauen in ein junges Start-up und ein innovatives Produkt aufzubauen und die Bekanntheit zu stärken. Sie zeigen, dass alternative Lösungsansätze und neue Ideen für bestehende Probleme existieren.

Was hat sich seit Eurer Teilnahme bei GENERATION-D getan, also wie ging es danach für Euch weiter?

Das Preisgeld investierten wir in die Produktion eines Prototyps, um für potenzielle Kunden ein Anschauungsobjekt bereitstellen zu können. Zudem konnten wir aufgrund dessen zum ersten Mal reale Produktbilder erstellen und so unser Marketing verbessern. Das hat dazu beigetragen, dass wir CityTrees verkaufen und installieren konnten. Mittlerweile besteht unser Team aus 17 Personen, die jeden Tag an der Umsetzung unserer Vision arbeiten. Den CityTree konnten wir bereits in zahlreichen Städten präsentieren: Installationen befinden sich derzeit in Oslo, Paris, Berlin sowie in Dresden. Darüber hinaus implementierten wir die erste Einheit in Asien bereits im Juni 2016 in Hong Kong. Dank der freistehenden mobilen Konstruktion war der intelligente Filter außerdem mehrfach temporär in München, Berlin, Hannover, Regensburg, Krefeld, Halle, Jena und Dresden im Einsatz.

Was sind Eure Visionen für die Zukunft, wo soll es hingehen?

Wir wollen in den nächsten Jahren weiter wachsen, auch international, und am Produkt arbeiten. Für dieses Ziel sind Forschungskooperationen mit renommierten Instituten angestoßen und Weiterentwicklungen in Planung. Zusätzlich zu den bestehenden Services sollen weitere Elemente der existierenden Infrastruktur integriert werden können, wie bspw. Paketstationen, Fahrkarten- oder Parkscheinautomaten. Im Jahr 2020 soll die erste Megacity flächendeckend mit der grünen Infrastruktur ausgestattet sein. Für dieses Ziel sind wir derzeit in Gesprächen mit zahlreichen Städten im In- und Ausland.

Danke für das Interview und im Namen des gesamten GENERATION-D Teams weiterhin viel Erfolg!

( Interviewzeitpunkt Januar 2017 )